Organisation und Management

Aufsätze
18,50 EUR
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  • Verlag: Suhrkamp
  • 16.08.2007
  • Buch
  • 352 Seiten
  • kartoniert
  • ISBN: 978-3-518-29214-3
Kaum ein soziales System ist uns unbekannter als jenes, in dem jeder von uns den größten Teil seines Tages verbringt. Wenn man einmal von Vokabeln wie "Arbeit, "Bürokratie und "Karriere" absieht, haben wir kaum eine Sprache, um zu beschreiben, was wir von der Organisation von Unternehmen, Behörden, Kirchen, Schulen und Theatern wissen. Dieser Mangel an einer elaborierten Sprachen wäre unter Umständen nicht weiter zu bedauern, wenn man nicht den Eindruck haben müßte, daß eine einzige Vokabel die Beschreibung all dessen, was hier zu beschreiben wäre, auf ihre Schultern nimmt, das Wort "Management." Dirk Baecker geht in einer Reihe von Aufsätzen der Frage nach, was er mit diesem "Management" auf sich hat und worin seine unzureichend bedachten organisatorischen Voraussetzungen bestehen.

Inhalt
Einleitung

Durch diesen schönen Fehler mit sich selbst bekannt gemacht
    Interesse an Kommunikation
    Turbulenz
    Unentrinnbarkeit der bürokratischen Herrschaft?
    Freedom and Organization
    Schriftliche Aktenführung
    Konditionierung der Autonomie
    Organisation als Selektion
    Die Indifferenzzone
    Ungewißheitsabsorption
    Die Wiedereinführung der Ungewißheit

Müllers Vermutung
    Interesse an Undurchschaubarkeit
    Furcht und Schrecken
    Das Spiel des Managements
    Paradoxe Interventionen
    Ein Kalkül

Das Produkt ist ein Gespinst
    Hieroglyphen
    Manager
    Schlanke Produktion
    Interpretationen
    Kontexte

Die Unterscheidung der Arbeit
    Arbeit als "Gestalt" der modernen Gesellschaft
    Arbeit an der Arbeit
    Die Form der Unterscheidung
    Form und Medium
    Operation und Beobachtung
    System und Umwelt

Die "andere Seite" des Wissensmanagements
    Wie liest man ein Schlagwort?
    Der blinde Fleck
    Rekonstruktion, Vernetzung und Korrektur
    Konditionen

Organisation und Geschlecht
    Organisation als soziales System
    Individualisierung und Geschlecht
    Körper, Psyche, Kommunikation

Begeisterte Unternehmer

Tabus in Familienunternehmen
    Die Trennung von Haushalt und Betrieb
    Der Familienunternehmer
    Sozialsystem Familie, Sozialsystem Betrieb
    Das Tabu

Kommunikation und Kultur als Ressourcen der Unbestimmtheit
    Organisationsentwicklung
    Die Wiedereinführung der Kommunikation
    Probleme der Kultur

Der Witz der Organisation
    Die Doppelbewegung
    Kommunikation über Arbeit
    Der Witz
    Die Kunst

Die Strategie der Organisation
    Organisation
    Raum
    Wissen
    Macht
    Strategie

Die verlernende Organisation
    Lernen als Problem
    Im Medium der Abweichung
    Die kompetente Organisation
    Die Ebenen des Lernens
    Die Form des Lernens

Drei Regeln einer wirtschaftlich effizienten Unternehmenskultur
    Das Unternehmen als "Rechner"
    Die Regel der Einfachheit
    Die Regel der Autonomie
    Die Regel der kulturellen Führung
    Wirtschaftliche Effizienz
    Theorie der Unternehmensorganisation
    Die "Dienstleistungsgesellschaft"

Ausgangspunkte einer soziologischen Managementlehre
    Warum Soziologie?
    Organisation als soziales System
    Fünf Ressourcen
    Vier Unterscheidungen
    Vier Referenzen
    Ein Maschinenmodell
    Fünf Eckwerte
    Die Zielsetzung

Management im System
    Strukturelle Spannungen
    Arbeit, Arbeitsteilung, Hierarchie
    Die Leistung der Betriebswirtschaftslehre
    Die Rolle der Professionen
    Variation, Selektion und Retention
    Führung
    System und Strukur

Organisation und Gesellschaft
    Welche Gesellschaft?
    Organisationsdesign
    Routinen
    Ausblick

Was tut ein Berater in einem selbstorganisierenden System?
    Radikaler Konstruktivismus
    Selbstorganisation durch Autopoiesis
    Der Berater und der Manager
    Das System

Nachweise
Dirk Baecker wurde 1955 in Karlsruhe geboren. Nach seinem Studium der Soziologie in Köln und Paris promovierte und habilitierte er 1986-1992 im Fach Soziologie bei Niklas Luhmann an der Universität Bielefeld. Er erhielt das Heisenberg Stipendium von der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Nach Forschungsaufenthalten an der Stanford University in Palo Alto (Kalifornien), der Johns Hopkins University in Baltimore und der »London School of Economics and Political Sciences« wurde Baecker 1996 an die Universität Witten/Herdecke berufen, wo er den Lehrstuhl für Soziologie inne hatte.
Seit 2007 ist Dirk Baecker Professor für Kulturtheorie und -analyse an der Zeppelin University in Friedrichshafen.