Metaphysik

Begriff und Probleme
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  • Verlag: Suhrkamp
  • 31.10.2011
  • Buch
  • 319 Seiten
  • kartoniert
  • ISBN: 978-3-518-29424-6
Die Metaphysik-Vorlesung vom Sommer 1965 ist ein echtes work in progress oder besser: ein bestimmtes Stadium der noch im Entstehen begriffenen Negativen Dialektik, an der Adorno zu dieser Zeit mit Hochdruck arbeitete. Zwei Drittel der Vorlesungen widmet Adorno der Metaphysik des Aristoteles und verfolgt die Geschichte des metaphysischen Denkens als den »Versuch der Rettung ursprünglich theologischer Kategorien« mit den Mitteln der Vernunft. Der letztlich affirmative Charakter, der der klassischen Metaphysik seit Platon und Aristoteles anhaftet, so Adornos Bilanz, wird ihr aus kulturkritischer Perspektive jedoch zum Verhängnis: Denn durch die »Welt der Tortur« hat sich der Stellenwert der Metaphysik vollkommen verändert.
Theodor W. Adorno wurde am 11. September 1903 in Frankfurt am Main geboren und starb am 06. August 1969 während eines Ferienaufenthalts in Visp/Wallis an den Folgen eines Herzinfarkts. Von 1921 bis 1923 studierte er in Frankfurt Philosophie, Soziologie, Psychologie und Musikwissenschaft und promovierte 1924 über Die Transzendenz des Dinglichen und Noematischen in Husserls Phänomenologie. Bereits während seiner Schulzeit schloss er Freundschaft mit Siegfried Kracauer und während seines Studiums mit Max Horkheimer und Walter Benjamin. Mit ihnen zählt Adorno zu den wichtigsten Vertretern der »Frankfurter Schule«, die aus dem Institut für Sozialforschung an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt hervorging. Sämtliche Werke Adornos sind im Suhrkamp Verlag erschienen.