Das kosmopolitische Europa

Gesellschaft und Politik in der Zweiten Moderne
7,20 EUR
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  • Verlag: Suhrkamp
  • 25.04.2007
  • Buch
  • 419 Seiten
  • kartoniert
  • ISBN: 978-3-518-45873-9
Welche Chance hat Europa? Die Assoziationen, die die EU hervorruft, sind alles andere als positiv besetzt: Bürokratie, Inflation, Arbeitslosigkeit, kultureller Identitätsverlust, Müdigkeit, Lähmung. Das Scheitern der EU-Verfassung ist ebensowenig verwunderlich, wie die überall spürbare Tendenz zur Re-Nationalisierung.
Wer aber Europa als Zusammenschluß von Nationalstaaten versteht, verkennt dessen Wirklichkeit und Zukunft. Europa ist mehr als die Summe seiner Einzelteile. Europa ist in Europa die letzte realpolitisch wirksame Utopie. Es hat dem Kontinent nach Jahrhunderten blutiger Kriege die längste Friedenszeit der Geschichte beschert. Sein Scheitern hätte vernichtende Folgen. Ein kosmopolitisches Europa aber kann nur in radikaler Selbstkritik der gängigen Politik- und Staatsbegriffe gewonnen werden.
Europa neu denken – das ist Thema dieses Buches, und diese Aufgabe ist dringender denn je. Denn der kosmopolitische Blick auf Europa, kann Wege aufzeigen, wie die europäische Blockade überwunden werden kann.
Ulrich Beck ist einer der bedeutendsten Soziologen und Risikoforscher weltweit. Sein 1986 erstmals veröffentlichtes Buch Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne wurde zu einem Bestseller. Der darin geprägte Begriff der Risikogesellschaft machte ihn international und weit über akademische Kreise hinaus bekannt. Zwanzig Jahre später erneuerte und erweiterte er seine Zeitdiagnostik in dem Buch Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit im Zeichen von Terrorismus, Klimakatastrophen und Finanzkrisen. Bis 2009 war Beck Professor für Soziologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München, derzeit lehrt er an der London School of Economics and Political Science. Nach der japanischen Reaktorkatastrophe im Frühjahr 2011 berief ihn die Bundesregierung in die »Ethikkommission für sichere Energieversorgung«.

Edgar Grande lehrt Politikwissenschaft an der Universität München.